Konzeption

Konzeption “KINDERGARTEN

Träger

Der Kindergarten ist in Trägerschaft der Evangelisch-Kirchlichen Gemeinschaft Burgstädt e.V., der Haus und Grundstück gehören. Dieser obliegt die rechtliche Verantwortung.
Berührungspunkte zwischen Kindergarten und der Trägergemeinde bieten sich in Elternabenden, gemeinsamen Festen, Gottesdiensten und Morgenkreisen.
Vertreten wird die Gemeinde gegenüber dem Kindergarten durch ein Team, das aus dem Gemeindepastor und weiteren Verantwortlichen besteht.
Bei Fragen, Anregungen und Problemen können sie über die E-Mail-Adresse
traeger@kiga-lebensbaum.de erreicht werden.
Weitere Informationen zur Trägergemeinde und ihren Angeboten sind unter www.ekg-burgstaedt.de zu finden.

Grundsätzliches

Unser evangelischer Kindergarten besteht seit 1926. Grundlage der Arbeit ist das biblisch/ christliche Menschenbild.
Wir wissen jeden Menschen als Gegenüber von Gott gewollt, geschaffen und geliebt. Daraus folgt die in Würde geführte Beziehung zu anderen Menschen. Alle sind befähigt, Verantwortung für andere Menschen und die Schöpfung zu übernehmen, Gebende und Nehmende zu sein.
Gleichzeitig erlebt der Mensch sich als begrenzt, dies heißt, dass wir Fehler machen. In diesen Situationen uneigennützig, tolerant und mitfühlend zu sein und dies auch selbst zu erleben, ist uns wichtig.

Weiterhin gelten das SGBVIII, das Bundeskinderschutzgesetz und das SächsKitaG (hier aus§2):
„Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege begleiten, unterstützen und ergänzen die Bildung und Erziehung des Kindes in der Familie. Sie bieten dem Kind vielfältige Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten über den Familienrahmen hinaus. Sie erfüllen damit einen eigenständigen alters- und entwicklungsspezifischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag im Rahmen einer auf die Förderung der Persönlichkeit des Kindes orientierten Gesamtkonzeption“

Wir arbeiten in einem rollstuhlgerechten Haus nach einem inklusiven, teiloffenen und situativen Ansatz mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Musik.

In unserem Haus ist Platz für 76 Kinder im Alter von einem Jahr bis Schuleintritt. Jede Gruppe kann Integrativkinder aufnehmen. Unsere Plätze stehen für Kinder zur Verfügung, deren Eltern unsere Konzeption mittragen.

Die Krippenkinder werden in 2 Gruppen (Spatzen und Meisen) im Erdgeschoss unseres Hauses betreut. Sie haben eine gemeinsame Garderobe sowie einen gemeinsamen Wasch- und Schlafraum. Die Kinder erleben mit festen päd. Fachkräften ihren Alltag in den einzelnen Gruppen. Morgens und nachmittags gibt es auch gemeinsame Spielzeiten. Ebenso sind gruppenübergreifende z.B. alters- oder interessenspezifische Angebote vorgesehen.

Die Kindergartenkinder erleben ihren Gruppenalltag in 2 Einheiten/Doppelgruppen (Finken und Schwalben) in der ersten Etage unseres Hauses.
Jede Einheit umfasst ca. 24-27 Kinder im Alter von 3-6/7 Jahren, hat jeweils 2 Gruppenzimmer, ein Bad und eine Garderobe. Für jede Gruppe stehen feste päd. Fachkräfte zur Verfügung.

Aufgrund der Gruppengröße verbringen die Kinder und Pädagoginnen und Pädagogen fast den ganzen Tag in ihren Räumen. Innerhalb der Einheiten gibt es gemeinsame Zeiten, wie z.B. Mahlzeiten und Morgenkreis aber auch Angebote in Kleingruppen. Neben den Gruppenräumen steht der Mehrzweckraum und ein Raum für differenziertes Arbeiten für unsere Integrativkinder zur Verfügung.

Die Vorschulkinder beider Gruppen erleben täglich nach dem Mittagessen eine gemeinsame Zeit im Mehrzweckraum mit speziellen Vorschulangeboten und einer Ausruhzeit.

Weitere gruppenübergreifende Angebote aller Kindergartenkinder sind z. B. ein gemeinsamer Morgenkreis in der Woche, besondere Feste, … Auch Krippenkinder nehmen gemeinsam mit einer päd. Fachkraft an ausgewählten Veranstaltungen teil.

Im Außenbereich gibt es mehrere Spielplätze. Es steht eine Festfläche zum Dreiradfahren und anderen Aktivitäten zur Verfügung. Ebenso Sandkästen, eine Wiese mit Spielhäusern, Klettermöglichkeiten, …

Auch Erfahrungen im „Gärtnern“ sind möglich z. B. Beete versorgen, Beerensträucher pflegen, …

Qualitätssicherung

Wir arbeiten auf Grundlage des Sächsischen Bildungsplanes, und nach „QMelementar“ ein begleiteter Qualitätsprozess mit CoLibri Managementservice Berlin und dem Diakonischen Amt Radebeul.

Fachberatung steht uns vom Diakonischen Amt und vom Landkreis Mittelsachsen zur Verfügung. Dazu gehören Fortbildungsangebote und Beratung.

Der Träger der Kindertagesstätte ist Mitglied im Diakonischen Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen e.V. und deren Fachverband für evangelische Kindertagesstätten.

Um die Fachlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem aktuellen Erkenntnisstand der Pädagogik, Entwicklungspsychologie, Entwicklungsphysiologie sowie der Familien- und Bildungsforschung zu halten, wird das Personal angehalten, sich an externen Weiterbildungen zu beteiligen. Ebenso werden Inhouse-Seminare angeboten.
Der Bedarf wird in Personalgesprächen und Teamberatungen ermittelt.
Eine angemessene Freistellung und Finanzierung wird mit Träger und Leitung vereinbart.

Versicherungsschutz

Die Kinder sind bei der Unfallkasse Sachsen unfallversichert. Ebenso besteht eine Haftpflichtversicherung für die Aufenthaltszeit im Kindergarten und dem direkten Weg vom und zum Kindergarten. Aus diesem Grund sind Wegeunfälle der Leitung zu melden.

Elternbeiträge

Diese werden nach der Beitragssatzung für Kindertagesstätten der Stadt Burgstädt erhoben. Bei geringem Einkommen kann ein Antrag auf Übernahme der Elternbeiträge beim Jugendamt (LRA Mittelsachsen) gestellt werden, ebenso ist eine Übernahme der Mittagessenkosten möglich.
Essen- und Getränkegeld wird über einen monatlichen Pauschalbetrag berechnet (getrennt nach Getränken, Mittagessen und Vesper).

Eigentum der Kinder

Kleidung und Schuhe sind zu kennzeichnen, ebenso Schlafanzüge und Kuscheltiere. Für Kleidung und mitgebrachte Spielsachen wird keine Haftung übernommen!

Betriebsurlaub

Die Einrichtung hat zwischen Weihnachten und Neujahr sowie am Freitag nach Himmelfahrt geschlossen.
(Zwischen Weihnachten und Neujahr hat in der Stadt Burgstädt jeweils eine Einrichtung geöffnet. An diesem Rhythmus beteiligen wir uns.)

Tagesablauf

06.30 Uhr – 08.00 Uhr                Freispiel
08.00 Uhr                                        Frühstück (wird von den Kindern mitgebracht)
danach bis 11.00 Uhr                Morgenkreis, Angebote, Freispiel drinnen und draußen, …
10.45 Uhr (Krippe) 11.00 Uhr Mittagessen
danach bis 14:00 Uhr                Mittagsruhe/Schulanfängerangebot:
für Mittagskinder bis zum Abholen: Freispiel
für Ganztagskinder: Mittagsruhe
für Schulanfängerinnen und Schulanfänger: zusätzliches Angebot (inkl. Ausruhzeit)
ca. 14.30 Uhr                               Vesper
bis 16.45 Uhr                               Freispiel drinnen und draußen, evtl. kleine Angebote

Besuch der Turnhalle – wöchentlich (Finken, Schwalben)

Pädagogisches Personal

Sie setzen das pädagogische Konzept um und entwickeln es nach neuesten pädagogischen und psychologischen Erkenntnissen, immer zum Wohl der zu betreuenden Kinder weiter. Dies wird durch unterschiedliche berufliche Qualifikationen bestärkt (multiprofessionelles Team).
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pflegen einen offenen Umgang miteinander. Sie bereichern sich gegenseitig durch Gespräche, Ideen, Projekte, …
Gegenseitige Akzeptanz und Loyalität führen dazu, dass Kritikfähigkeit entwickelt und die Mitverantwortung für die Atmosphäre und das Niveau der Einrichtung mitgetragen wird.

Kinderschutz

Alle angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen im Abstand von 5 Jahren ein erweitertes Führungszeugnis vor (Nachweis zur persönlichen Eignung nach §72a SGB VIII).
Zur Sicherung des Kindeswohls orientieren wir uns an den Grundrechten des Kindes und an dessen Bedürfnissen (Essen, Schlafen, Schutz vor Gewalt, Kleidung, Obdach, Liebe, Respekt, Anerkennung, Fürsorge, Freundschaft, Bildung, Identität, Selbstachtung, …).
Die Fachkräfte werden regelmäßig, sowohl in Bezug auf die Beziehung der Eltern, bzw. anderer abholberechtigter Personen zu ihren Kindern, als auch das Verhältnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Kindern, sowie für die Beziehung der Kinder untereinander sensibilisiert.

Das sind wir – ein KINDERGARTEN

Dieses Bild inspiriert, die pädagogische Arbeit mit dem „Gärtnern“ auf einer Streuobstwiese zu vergleichen.
Die Entfaltungsmöglichkeiten des Einzelnen werden unterstützt und die Vielfältigkeit geschätzt – deshalb Streuobstwiese.

Erziehungspartnerschaft:
gemeinsam „gärtnern“ zum Wohle des „Bäumchens“

  • Eltern legen den „Samen“ für die Entwicklung und das Heranwachsen des Kindes
  • Erzieherinnen und Erzieher ergänzen durch ihre pädagogische Arbeit die Individualität und Förderung in den Elternhäusern (Grundlage ist der sächs. Bildungsplan)
  • Gemeinsam wird Stabilität und Resilienz gestärkt, um Übergänge (Verpflanzung) bestmöglich zu verkraften (Elternhaus – Krippe – Kindergarten – Schule – …)
  • Grundlage für ein selbstbewusstes Wachstum ist eine vertrauensvolle Kommunikation und ein gutes Miteinander der Erziehungspartner/Gärtner z. B. durch Tür- und Angelgespräche oder geplante Elterngespräche
  • Alle Familien haben die Möglichkeit sich zu beteiligen: z. B. bei Festen, Arbeitseinsätzen oder im Elternrat. Dieser ist Ansprechpartner/Vermittler für Elternanliegen und wird jährlich neu gewählt. Ein gemeinsames Miteinander erleben alle zu Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Wichtig für das Bäumchen…

Licht: Liebevolle Zuwendung – weil Gott uns liebt
  • Liebe, Wärme, Geborgenheit, Sicherheit, Urvertrauen, … erfahren
  • Verbale und nonverbale Kommunikation gestalten
  • Religionspädagogische Grunderfahrungen ermöglichen
Wasser: Körperliche Grundbedürfnisse stillen
  • Essen, trinken, schlafen, bewegen, …
  • Geregelter Tagesablauf als Grundlage einer gesunden Entwicklung

Frühstück bringen die Kinder mit in den Kindergarten, um die Kosten niedrig zu halten und allen die Möglichkeit zu bieten, an den Mahlzeiten teilzunehmen. Milch und Tee werden vom Kindergarten gereicht.
Zudem werden mehrmals am Tag Getränke angeboten. Die Kinder füllen größtenteils ihre Tassen selbst.
Geschirr wird selbständig gedeckt und weggeräumt, Müll wird getrennt.
In unserer Küche wird Mittagessen und Vesper zubereitet. So kann gegebenenfalls auch eine Sonderkost z.B. für Kinder mit Allergien gekocht werden.
Wir achten auf eine gesunde Ernährung. Um dies zu unterstützen, gibt es in Abständen gesonderte pädagogische Angebote/Projekte.
Entspannungsphasen bieten den Kindern die Möglichkeit, Erlebnisse zu verarbeiten sowie einen Ausgleich zur Aktivität zu schaffen.
Für den Mittagsschlaf hat jedes Kind ein Bodenliegepolster sowie Decke und Kissen mit Bild. Für die kleinen Krippenkinder stehen Gitterbetten oder Nestchen bereit.
Die älteren Kinder holen ihre Decken selbst aus dem Regal und räumen sie nach dem Schlafen auch wieder weg. Bei den jüngeren Kindern helfen die Pädagoginnen und Pädagogen oder auch ältere Kinder.
Für die Krippe steht ein eigener Schlafraum zur Verfügung.
Das Schlafengehen ist mit einem Ritual verbunden. Die Kinder ziehen ihre Kleidung aus und den Schlafanzug an, holen ihr Kuscheltier und legen sich in ihr Bett. Zur Umrahmung gibt es ruhige Musik, eine Geschichte, ein Lied der päd. Fachkraft, o. Ä.

Stabilität: Sichere Bindungen für Stehvermögen
  • Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Selbständigkeit fördern, durch feste Gruppenstruktur, Bezugspersonen und eine positive Atmosphäre
  • Selbstwirksamkeit erwerben/entwickeln und dadurch Belastbarkeit stärken

In den größeren Kindergartengruppen finden die Kinder gleichaltrige Freundinnen und Freunde bzw. Spielkameradinnen und Spielkameraden, die ihrem Entwicklungsstand entsprechen. Da die Gruppen über die längste Zeit des Tages zusammen sind, gibt es genügend Zeit und Raum Beziehungen zu anderen Kindern und Pädagogen aufzubauen.
Die Kinder erleben in ihrem Alltag, dass Dinge gut gelingen aber auch, das trotz Mühe Dinge misslingen. Die Erzieherinnen und Erzieher bestärken die Kinder, loben und unterstützen sie. Das macht Mut und motiviert, Dinge wieder und wieder zu probieren, bis sie gelingen bzw. Misserfolge auszuhalten. Stärken zu fördern und Schwächen so zu unterstützen, dass sie überwunden oder kompensiert werden können, das ist unser Anliegen.

Schnitt: Fördern, fordern, begrenzen
  • Gemeinsame Regeln aufstellen und leben
  • Individuelle Verhaltensweisen kennen und darauf reagieren

Der Kindergarten bietet die Möglichkeit, Kontakte mit anderen Kindern zu knüpfen, miteinander zu spielen, Spielsachen zu teilen, Lösungen zu finden, wenn zwei das gleiche Spiel wollen, usw.
Die Pädagoginnen und Pädagogen halten die Kinder an, Konfliktsituationen im Gespräch zu klären. Dazu dienen neben dem situativen Aufgreifen im Tagesablauf auch Bilderbuchgeschichten und Gruppengespräche.
Kommunizieren heißt auch, anderen Kindern gegenüber seine Meinung zu vertreten, die päd. Fachkraft anzusprechen, um Hilfe zu bitten usw.
Im Kindergarten gibt es eindeutige Regeln. Diese werden im Mitarbeiterkreis in Abständen auf Sinnhaftigkeit und Gültigkeit überprüft und angepasst. Es gelten für alle gleiche Regeln. Sie bilden den äußeren Rahmen. Auf die Einhaltung achten auch die Kinder. Wichtige Veränderungen oder Hinweise werden im gemeinsamen Morgenkreis besprochen.
Kommt es zur Missachtung von Regeln, werden Kinder erinnert und erfahren bei weiterer Verletzung eine nachvollziehbare Konsequenz (z. B. dass man, nach dem Werfen mit Sand, den Sandkasten verlassen muss).

Nährstoffe: Grundlage zum besseren Wachstum
  • Lernanreize bieten (mathematisch, naturwissenschaftlich, somatisch, kommunikativ, sozial, ästhetisch)
  • Kindgerechte alltagsbezogene Lernangebote gestalten
  • Möglichkeiten für eigenständiges Ausprobieren schaffen – Selbstbildung

Angebote, Projekte, die sich mit bestimmten Themen über längere Zeit beschäftigen, Materialien wie z.B. Lupen, die zum selber entdecken einladen und wechselndes Spielmaterial bieten Gelegenheit dazu, die Welt spielend und forschend zu erkunden. Auch Puzzle, Lern- und Brettspiele, Bücher usw. laden zum Verweilen ein. Legematerial und anderes bieten einen Anreiz zum Zählen, Ordnen, Sortieren und mehr. Mengen- und Zahlenbegriffe werden eingeführt. Zum Messen, Wiegen und Vergleichen werden Spielmaterial oder Gegenstände der unmittelbaren Umwelt verwendet oder auch die Kinder selbst. Papier kann man falten, daraus entstehen die verschiedensten geometrischen Formen und Gegenstände.
Unterschiedliche Stifte, Farben, Papiere, Stoffe, … bieten die Gelegenheit, sich kreativ auszudrücken. Möglich ist das auch mit Knete, Ton, Pappmaché, …
Verschieden gestaltete Nischen bieten für die unterschiedlichsten Aktionen besonderen Anreiz, z. B. die Puppenküche oder der Bauteppich/-ebene. Raum gibt es auch für andere Rollenspiele, Handpuppenspiel usw., die die Sprache, Phantasie und Koordination anregen. Das Außengelände ergänzt diese Möglichkeiten.

Schutz: Sicheren Rahmen bieten
  • Achtsamkeit fördern
  • Strukturen schaffen (Rituale)

Auf sich selbst, auf Andere und auf die Umwelt achten, ist ein Übungsfeld für alle.
Wahrnehmung schulen (was tut mir gut, was hilft mir, wie wirke ich im Bezugsrahmen/Kontext zur Gruppe) geschieht durch die Schaffung von Rückzugsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit von Begegnungen in kleinen und größeren Gruppen.
Ein achtsamer Umgang miteinander heißt z. B. den schönen Pullover eines Kindes zu würdigen, die Tränen des anderen zu sehen und nachzufragen, die abgebrochenen Stifte zu bemerken und zu spitzen…
Weiterhin gehört ein sorgsamer Umgang mit Materialien und Ressourcen dazu.
Rituale geben Sicherheit und Struktur. Deshalb ist der Tagesablauf in der Regel jeden Tag gleich. Ausnahmen sind Feste. Diese Tage sind etwas Besonderes und heben sich vom Alltag ab.

Zeit: Individuelle Entwicklung berücksichtigen
  • Entwicklungstempo jedes einzelnen Kindes beachten und Lernschritte unterstützen
  • „Reifezeit“ geben

Unsere größeren Gruppen mit Kindern unterschiedlichen Alters bieten die Chance, Spielpartner mit einem ähnlichen Entwicklungsstand oder Kinder mit gleichen Interessen zu finden und sich durch Ko‑Konstruktion zu bereichern und weiterzuentwickeln.

Andere Bäume: Empathisches Miteinander
  • Gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz leben
  • Voneinander und miteinander lernen = eigene Stärken einbringen und Fähigkeiten von anderen sehen und nutzen = Ko‑Konstruktion
  • Fairness einüben durch Aushandlungsprozesse – Konfliktlösungskompetenz erwerben

Alle Kinder sind gleichwertig, egal ob sie körperliche/geistige Beeinträchtigungen haben oder eine andere Nationalität, ob sie viele Sachen besitzen oder weniger. Sich gegenseitig helfen, ermutigen und unterstützen wird von den Pädagoginnen und Pädagogen praktisch vorgelebt. Die Kinder werden dazu angehalten. „Anders sein“ ist nicht besser und nicht schlechter.

Weiter Raum: Entfaltungsmöglichkeiten anbieten
  • Innere Stabilität und Struktur ermöglichen, Gestaltungsfreiräume schaffen
  • Fehler machen dürfen und mit Fehlern umgehen lernen
  • Neugierde wecken, Ausprobieren ermöglichen, Mut machen, nächste Schritte anregen

Haben Krippenkinder sich in ihren kleinen Gruppen und ihrem begrenzten Umfeld gefestigt, besuchen sie gemeinsam mit einer päd. Fachkraft die Kindergartengruppen sowie das größere Gartengelände der Kindergartenkinder. Sie nehmen an gemeinsamen Morgenkreisen der Kindergartenkinder und an anderen Veranstaltungen teil.

Das Außengelände bietet weiten Raum mit unterschiedlichen Möglichkeiten.
Die Spielgeräte, Fahrzeuge, Reifen, Balanciereimer und anderes wecken den Entdecker- und Bewegungsdrang.
Im Gestalten von Bewegungs-, Wett- und Geschicklichkeitsspielen erproben Kinder ihre Selbstwirksamkeit.
Spaziergänge zum Sportplatz an der Albertsburg und zu den nahe gelegenen Wiesen und Feldern laden zum Austoben aber auch zum Beobachten ein.

Vorschulkinder haben gelernt, eigene Aushandlungsprozesse zu führen, Grenzen zu akzeptieren und Regeln zu finden. Dies geschieht am Ende der Kindergartenzeit auch in größeren Gruppen.
Damit ist die Voraussetzung zur selbständigen Aneignung von weiteren Kompetenzen geschaffen, die die Schule bietet und fordert.

Weitere Schwerpunkte unserer Arbeit:

Heranführen an den christlichen Glauben
  • Mit- und füreinander beten
  • Lieder über Gottes Schöpfung und Liebe lernen und singen
  • Sich über Glaubenserfahrungen austauschen
  • Vergeben, weil Gott uns vergibt
  • Einander wertschätzen
  • Glauben im Alltag leben
  • Christliche Feste feiern
  • Biblische Geschichten erzählen, spielen und gestalten

Die Grundfrage unserer heutigen modernen und pluralen Gesellschaft ist, welche Bedeutung und Funktion christlicher Glaube hat und welche Orte es für christliche Erziehung gibt. Friedrich Schweitzer sieht einen allgemeinen Bildungsauftrag, nämlich das Recht des Kindes auf Religion, das wie alle anderen elementaren Rechte von den Erwachsenen einzulösen ist. Außerdem aber auch ein gesellschaftliches Erfordernis als Voraussetzung des friedlichen Zusammenlebens in der multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft.
Das Recht des Kindes auf Religion bezieht sich darauf, was Kinder für ihr Kindsein und ihr Aufwachsen brauchen, ihre Frage nach dem Tod zum Beispiel. Die Aufgabe des Erwachsenen ist aber weniger eine Erziehungs- als eine Bildungsaufgabe, die nur vom Kind selbst vollzogen werden kann. Jedoch braucht es eine anregende und unterstützende Umwelt und Begleitung. Das gesellschaftliche Leben in Deutschland und in weiten Teilen Europas ist zutiefst christlich geprägt. Kirchen gehören zum Ortsbild und auch wer kaum eine Kirche betritt, begegnet Menschen, die dort ihre Kinder taufen lassen, heiraten usw. Das Jahr mit seinen Festen aber auch Kunst und Musik haben eine christliche Prägung. Zum anderen begegnen uns z.B. Migrantinnen und Migranten, die in der zweiten oder dritten Generation in unserem Land leben, dessen Kultur und Religion eine ganz andere ist. Ein friedliches Zusammenleben setzt interkulturelles und interreligiöses Lernen voraus. (siehe Schweitzer in Scheilke und Schweitzer Bd. 1, 2006, 95-104)
Karl Ernst Nipkow stellt einen entwicklungspsychologischen Bezug her. Er beschreibt, dass Kinder ihre Eltern aber auch die Pädagoginnen und Pädagogen als „Alleskönner“ sehen. Sie üben im Kindergartenalter eine starke Prägung auf das Kind aus. Erleben Kinder ihre Eltern oder auch die päd. Fachkraft als Menschen, die Gott Ehrerbietung und Glauben entgegenbringen, die Gottesdienste besuchen und beten, so gewinnt das Gottesbild für Kinder eine unvergleichliche Realität im psychischen Sinn. Wird Gott im Kontext des Gehorsams zwischen Geboten und Verboten eingeführt, wird er zur unerträglichen Gewissenslast des Kindes. Die Liebe Gottes muss unabhängig vom Verhalten des Kindes vermittelt werden.
Die Inhalte von Bibel und Glaubenslehre müssen im Horizont der Fragen und Verarbeitungsweisen der Kinder erschlossen werden. Glaube in der Kirche von morgen sollte persönlich durchdachter Glaube sein. Die Aufgabe von Pädagoginnen und Pädagogen ist es, Hilfen zu geben, die sich mit der inneren Geschichte des Kindes verbindet. Die Gotteserfahrung eines Kindes ist auf höchst komplizierte Weise aus realer und imaginierter Erfahrung zusammengesetzt. (siehe Nipkow 1987, 13-41)

Deshalb ist es uns wichtig, auf folgende Punkte in unserer religionspädagogischen Arbeit einzugehen:

  • Religionspädagogisches Handeln zieht sich durch den gesamten Tagesablauf.
  • Wir beten vor den Mahlzeiten, gestalten Morgenkreise, in denen christliche Lieder gesungen werden, gebetet wird, verschiedene aktuelle Ereignisse aber auch biblische Themen besprochen werden.
  • Im Gebet werden ebenso Anliegen und Themen der Kinder aufgenommen. Es erfolgt als freies Gebet der Pädagogen, teilweise auch der Kinder, ebenso werden formulierte Gebete verwendet.
  • Einmal in der Woche wird eine Geschichte aus der Bibel erzählt. Diese passt sich an das pädagogische Thema an oder orientiert sich am Kirchenjahr.
  • Die christlichen Feste nehmen das auf. Zu Weihnachten gestalten die Schulanfängerinnen und Schulanfänger ein Krippenspiel. Weiterhin wird ein Krippenweg und ein Kreuzweg gestaltet, ebenso ein gemeinsamer Gottesdienst zum Erntedankfest.
  • Auch unsere Elternabende enthalten einen christlichen Impuls, der auf das Thema des Abends abgestimmt ist.

Wir lassen uns auf die Entwicklung der Kinder ein. Das heißt, wir wollen keine abschließenden Antworten geben, sondern mit den Kindern unterwegs sein.
Kinder brauchen die Auseinandersetzung mit Gottesbildern, sie nehmen die Meinung der päd. Fachkraft auf und machen sich selbst ein Bild. Die Reflexion führt zur Weiterentwicklung.
Wir erzählen Geschichten aus der Bibel, Kinder stellen ihre Fragen dazu, sie kommentieren die Geschichten und erzählen sie weiter. Symbolische Darstellungen oder auch das „Hineinschlüpfen“ in die Rolle einer biblischen Figur im Stegreifspiel dienen dem Verständnis. Ein Beispiel: Ein Kind spielt den Zachäus, die anderen bilden eine „Mauer“ und lassen den Zachäus nicht durch. Danach wird darüber gesprochen, wie sich das Kind fühlt, das den Zachäus spielte. Hier wird deutlich, dass auch soziale und kommunikative Fähigkeiten gleichzeitig gefördert werden.
Weiterhin erfahren die Kinder die Bedeutung von Symbolen, z.B. von Krippe und Kreuz.
Auch persönliche Erlebnisse geben Gelegenheit, sie mit erzählten biblischen Geschichten zu verbinden.
So wird der ganzheitliche Ansatz des Bildungsplanes aufgenommen und weitergeführt.

Fulbert Steffensky fasst die Glaubensdimension folgend zusammen: „Wir üben uns im Glauben ein, indem wir weitererzählen, was wir glauben. Und wir geben Leben weiter, indem wir die Geschichte des Lebens weitergeben.“ (Steffensky in Scheilke und Schweitzer Bd. 4, 2006, 21)

Ein Tagesablauf mit Musik

Ein Schwerpunkt in unserem Kindergarten ist die musische Erziehung. Lieder der verschiedensten Bereiche werden täglich gesungen, wo das Orffinstrumentarium und weitere Rhythmusinstrumente Verwendung finden. Außerdem setzen wir unsere Körperinstrumente ein. Singspiele und Tänze ergänzen das Angebot. Zu diesen Spielen wird selbst gesungen oder auch Musik von der CD gehört und sich dazu bewegt. Mit Rhythmusinstrumenten kann man sich „unterhalten“, sich nach einem Rhythmus bewegen, oder Wörter in Silben klatschen. Besonders viel Spaß macht es, wenn alles in eine Geschichte eingekleidet ist.
Die jüngeren Kinder haben Freude an gesungenen und gespielten Reimen, Fingerspielen oder Tischgebeten.
So zieht sich die musische Bildung durch den gesamten Tagesablauf.

Beschwerdemanagement – Konflikte lösen
Kinder können und sollen
  • ihre Meinung frei äußern.
  • bestärkt werden, ihre Anliegen und Beschwerden frei zu äußern.
  • mitbestimmen, in welchem Rahmen ihre Anliegen geklärt werden (größere Gruppe oder enger Kreis).
  • an der Lösungsfindung beteiligt werden.
  • lernen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.
Eltern/ Bezugspersonen
  • Mündliche und schriftliche Beschwerdemöglichkeit
  • Zeitnahe Bearbeitung (innerhalb von 7 Tagen)
  • Mitteilung des Ergebnisses an Beschwerdeführer
  • Bei Bedarf Einbeziehung von Elternratsvertretern und Träger
  • Personengebundene und gruppenbezogene Beschwerden an die pädagogische Fachkraft der Gruppe
  • Inhaltliche Sachbeschwerden oder Beschwerden über Abläufe an die pädagogische Fachkraft oder an die Leitung
  • Personalbeschwerden an die Leitung
  • Beschwerden, die über den Elternrat mitgeteilt werden, an die Leitung
  • Beschwerden über die Leitung an den Träger
Eingewöhnung
  • Kennenlernkreise zum ersten Austausch (vor der Krippen-, Kindergartenzeit)
    • Erkunden der neuen Umgebung (Räume, Spielsachen)
    • Gegenseitiges Begegnen und Kennenlernen
  • Individuelle Eingewöhnungszeit (in der Regel 2 Wochen) – Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell

Transparenz hat einen hohen Stellenwert. Im Vorfeld werden Kinder und Eltern zu Kennenlernkreisen eingeladen. Diese dienen dem Vertrautwerden miteinander. Die Kinder lernen ihre neuen Bezugspersonen kennen, sich gegenseitig und die Räumlichkeiten. Die päd. Fachkräfte sammeln erste Erfahrungen mit den neuen Kindern und können sich mit den Eltern absprechen.
Die Eltern lernen sich gegenseitig und die anderen Kinder kennen.

Die Eingewöhnungszeit ist eine wichtige Zeit. Nachdem der erste Kindergartentag nach einem Vorgespräch mit der Leiterin und der Aushändigung der Unterlagen geplant wurde, kommt ein Elternteil mit dem Kind am ersten Tag um ca. 9.00 Uhr in die Kindereinrichtung. Das Kind bekommt von der päd. Fachkraft alles gezeigt. Danach verfolgt es gemeinsam mit dem Elternteil das Gruppengeschehen. Die Gesamtdauer des Aufenthaltes beträgt ca. 1-2 h. Die Folgetage werden mit der päd. Fachkraft abgesprochen. An diesen Tagen kommt Mutti oder Vati auch mit in die Kita. Sie verabschieden sich nach einer Zeit und gehen kurzzeitig. Die Aufenthaltszeit des Kindes wird Tag um Tag verlängert, die Mahlzeiten und die Schlafenszeit kommen dazu. Die Länge der Eingewöhnungszeit ist abhängig vom Verhalten des Kindes und beträgt ca. zwei Wochen.
Bei älteren Kindern oder Wechsel der Kindereinrichtung kann eine verkürzte Eingewöhnungszeit mit den Eltern abgesprochen werden.

Schulvorbereitung
  • Regelmäßige, zusätzliche Angebote in allen Bildungsbereichen für die Schulanfängerinnen und Schulanfänger

Die Schulvorbereitung beginnt mit der Aufnahme jedes Kindes in die Kindereinrichtung. Viele kleine Lernschritte, die bereits beschrieben wurden, führen zur Schulfähigkeit mit 6/7 Jahren.
Im letzten Jahr vor der Schule bieten wir für die Vorschulkinder täglich ein auf ihr Alter abgestimmtes Programm. Schwerpunkte sind das Erfassen mehrgliedriger Aufgaben, Zuhören, sich über eine längere Zeit konzentrieren, Freude an Wettspielen entwickeln, Verse auswendig lernen und sich trauen diese aufzusagen (z.B. beim Erntedankgottesdienst), das Krippenspiel oder ein Musical einüben und aufführen, …
Wichtigstes Ziel ist, dass ein Kind so selbständig und selbstbewusst ist, dass es bei Unwissenheit fragt und Hilfe einfordert, wo es Unterstützung braucht.

Inklusion
  • Kinder erleben, dass jeder Mensch anders, aber von Gott geliebt ist.
  • Im barrierefreien Haus werden alle Kinder gefördert, um ihnen eine bestmögliche Teilhabe zu bieten.

Unsere Kindereinrichtung bietet sieben Integrativplätze an (2 in der Krippe, 5 im Kindergarten). Sie stehen für Kinder mit Handicap zur Verfügung, deren Teilhabe eingeschränkt ist und für die vom Sozialamt Eingliederungshilfe gewährt wurde.
Für die Betreuung steht besonders ausgebildetes Personal zur Verfügung. Wichtig ist für uns, dass die Kinder gleichberechtigte Glieder der Gesamtheit sind. Durch zusätzliche Förderung, Gespräche mit Eltern und Therapeutinnen und Therapeuten wird eine optimale Entwicklung angestrebt.
Es wird ein individueller Förderplan nach ICF-CY erarbeitet und fortgeschrieben.
Die Kinder erleben täglich im Miteinander, dass jede und jeder Gaben und Fähigkeiten hat, die sie und  er in die Gesamtheit einbringen kann.
Durch die teiloffene Arbeit und verschiedenste Angebote ist die Möglichkeit gegeben, diese Kinder im Tagesablauf zielgerichtet zu fördern.

Es gibt auch weitere Kinder, die aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstand usw. einer besonderen Aufmerksamkeit und Förderung bedürfen, jedoch keine Eingliederungshilfe erhalten. Auch diesen Kindern gilt unsere besondere Aufmerksamkeit, denn in unserer großen „Kindergartenfamilie“ sind alle gleichberechtigt und wichtig.
Integriert werden auch Migrantenkinder. Hier steht der Spracherwerb im Vordergrund sowie das gegenseitige Kennenlernen der Kulturen.

Dokumentation
  • Entwicklungsschritte und -erfahrungen werden in einem Portfolioordner festgehalten.
  • Als Beobachtungsinstrument und Grundlage für Entwicklungsgespräche dient die ICF-CY der WHO sowie die „Grenzsteine der Entwicklung“.

Für jedes Kind wird von der Aufnahme in die Kindereinrichtung bis zum Schuleintritt eine Dokumentation geführt. Beschrieben werden die Eingewöhnungszeit, der Entwicklungsstand bei Aufnahme des Kindes und folgend die wesentlichen Eckpunkte der Entwicklung.
Elterngespräche sind ein wesentlicher Bestandteil, um die Beobachtungen zu transportieren.
Auch Mal- und Bastelarbeiten sowie Fotos finden Platz im Portfolioordner. Sie werden von den päd. Fachkräften mit kurzen Aussagen ergänzt. Diese Mappen nehmen die Kinder beim Verlassen der Einrichtung mit nach Hause. Sie sind eine schöne Erinnerung an die Kindergartenzeit und dokumentieren den Weg vom Kleinkind zum Schulanfänger.

Öffentlichkeitsarbeit
  • Beteiligung am kulturellen Leben der Stadt Burgstädt (z.B. Stadtfest), sowie an Veranstaltungen von Don Bosco Jugendwerk Sachsen gGmbH, Volkssolidarität, Pflegeheim, …
  • Beteiligung an Veranstaltungen der Trägergemeinde

Als anerkannter freier Träger stehen wir im engen Kontakt zur Stadtverwaltung Burgstädt.
Wir beteiligen uns am kulturellen Leben der Stadt Burgstädt. So führen wir z. B. zu gegebenen Anlässen mit den Kindern kleine Kulturprogramme auf.
Weiterhin unterstützen wir andere Träger bei der Ausgestaltung von festlichen Anlässen mit kleinen Programmen.
Diese Aktionen fördern den Zusammenhalt in unserer Stadt und bestärken die Kinder in ihrer Selbstwirksamkeit. Es sind erste Schritte für ein soziales Engagement.
Mit der Trägergemeinde gestalten wir z.B. den Erntedankgottesdienst aus und führen unser Krippenspiel auf. Auch laden wir Interessierte zu unserem Sommerfest ein.
Die Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde bezieht sich z.B. auf die Mitgestaltung des Schulanfängergottesdienstes.
In Abständen verfassen wir Artikel und berichten über unsere Arbeit im „Burgstädter Anzeiger“. Bei besonderen Anlässen erscheinen auch Veröffentlichungen in der „Freien Presse“, auf unserer Internetseite, usw.

Netzwerkarbeit
  • Praxispartner für päd. Fach- und Hochschulen, allgemeinbildende Schulen und Fachschulen für Hauswirtschaft
  • Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Burgstädt und dem Landratsamt Mittelsachsen, dem Diakonischen Amt in Radebeul, der Kirchgemeinde Burgstädt sowie mit den anderen Kindereinrichtungen und Grundschulen in der Stadt Burgstädt
  • Zusammenarbeit mit Therapeutinnen und Therapeuten, die Kinder unserer Kita betreuen

Schülerinnen und Schüler aus Regel- und Fachschulen ermöglichen wir unter fachlicher Begleitung die Durchführung ihres Praktikums. Vorliegen müssen die Praktikumsvereinbarung der Schule und eine ärztliche Bescheinigung „frei von ansteckenden Krankheiten“.
Die Anzahl der Praktikantinnen und Praktikanten ist begrenzt. Es muss immer gewährleistet sein, dass die päd. Fachkräfte in der Gruppe eine qualifizierte Arbeit mit den Kindern leisten können.
Die Betreuung der Praktikanteinnen und Praktikanten ist wichtig, steht aber in der Rangfolge hinter der Förderung und Begleitung der Kindergruppe.
Zur Begleitung von Fachschülerinnen und Fachschülern, sowie Studierenden stehen ausgebildete Praxisanleitenden bzw. Dipl. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen (oder andere Hochschulabschlüsse) zur Verfügung. Im Miterleben des Alltags und in Gesprächen werden Lernende in ihrem Berufsfeld bestärkt.

Kontakte zur Stadt Burgstädt und dem Landratsamt Mittelsachsen ergeben sich über die Bedarfsplanung. Ebenso über das Referat Kindertagesstätten zu Finanzierungsangelegenheiten (z.B. Fördermittel) besonders aber auch im Rahmen der Fachberatung und Weiterbildungen. Weiterhin gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Sozialamt im Rahmen der Integrationsplätze. Eine Kontaktierung des Allgemeinen Sozialen Dienstes im Rahmen des Sozialgesetzbuches VIII § 8a ist ebenso möglich und wird bei Bedarf wahrgenommen.

Im Referat Kindertagesstätten des Diakonischen Amtes ist unsere hauptsächliche Fachberatung angesiedelt. Weiterhin erhalten wir von dort die größtmögliche Unterstützung zu allen im Ablauf entstehenden Fragen (Rechtsfragen, Arbeits- und Betriebssicherheit, Weiterbildungsangebote, Qualitätsmanagement usw.).
Des Weiteren ist der Träger Mitglied im Fachverband Evangelischer Kindertagesstätten im Diakonischen Werk Sachsen.

Wir suchen – in Absprache mit den Eltern –  die Zusammenarbeit mit Therapeutinnen und Therapeuten (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Erziehungsberatungsstelle, …), bei denen Kinder in Behandlung sind. Vereinbart werden Gespräche oder Telefonate, die zu einer optimalen Förderung der Kinder führen sollen.

Wichtig ist uns auch die Zusammenarbeit mit den Grundschulen.
Jedes Jahr werden neue Gespräche geführt, die eine gute Vorbereitung auf die Schule und eine optimale Schuleingangsphase gewähren sollen.
Dazu setzen sich Vertreterinnen und Vertreter aller Burgstädter Grundschulen und Kindertagesstätten zusammen.
Es wird über Ergebnisse des vergangenen Jahres gesprochen und es werden neue Ziele für das Folgejahr festgelegt. So ergibt sich eine gute Problembewältigung. Es werden Erfahrungen aufgegriffen und neue Ziele formuliert.
Zu den Aktivitäten gehören Hospitationen der Lehrkräfte in der Kindertagesstätte, aber auch Hospitationen der Erzieherinnen und Erzieher in der Schule. Ebenso gegenseitige Besuche und weitere Unternehmungen zum Kennenlernen. Damit wird die gesetzliche Vorgabe umgesetzt. (Kooperationsvereinbarung des Sächs. Staatsministeriums für Soziales und Kultus vom August 2003)
Es besteht eine Kooperationsvereinbarung unserer Einrichtung mit allen drei Grundschulen unserer Stadt.

Weiterhin arbeiten wir mit dem Jugendgesundheitsschutz zusammen. Dazu gehören jährliche zahnärztliche Untersuchungen und Prophylaxen sowie die Vierjahresuntersuchung.
(gesetzlich geregelt im SächsKitaG § 7 Abs. 2)

Das ist unser KINDERGARTEN

Begegnungen hinterlassen Spuren,
wenn sie mit unserer Seele in Berührung kommen.
Spuren, die nie ganz verwehen.

(nach Lore-Lilian Boden)

Stand: September 2021